Zum Inhalt springen

Social Media im Reisebüro: was sich lohnt und was nicht

Social Media lohnt sich für Reisebüros als Schaufenster und Vertrauensbeweis: Wer Sie über eine Anzeige findet, schaut sich Ihr Profil an. Für planbare Neukunden reicht organische Reichweite aber selten aus. Der Hebel sind wenige gute Inhalte plus bezahlte Kampagnen für konkrete Reisen.

Stand 30.10.2026, Revaro-Team, 5 Minuten Lesezeit

Was leistet ein Instagram-Profil fürs Reisebüro?

Es zeigt, wer hinter dem Büro steht und dass Sie die Reisen kennen, die Sie verkaufen. Interessenten aus Anzeigen prüfen das Profil, bevor sie eine Anfrage abschicken. Ein Profil mit echten Menschen, eigenen Reiseeindrücken und klaren Spezialgebieten verbessert deshalb die Ergebnisse jeder Kampagne, auch wenn es selbst nur wenige Anfragen bringt.

Welche Inhalte funktionieren?

  • Ihr Team auf Reisen: Schiffsbesichtigung, Hotelbesuch, Studienreise, ehrlich kommentiert.
  • Fragen, die Kunden wirklich stellen: Welche Kabine auf welchem Deck, beste Reisezeit, Einreise, Versicherung.
  • Reisen von Kunden: mit Einverständnis, ein Foto und zwei Sätze, warum diese Reise passte.
  • Hinter den Kulissen: wie eine Rundreise entsteht, was Sie für Kunden organisieren.
  • Termine: Reiseabende, Buchungsstarts, Aktionen von Veranstaltern.

Wie oft sollten Sie posten?

Regelmäßig statt viel. Zwei gute Beiträge pro Woche und ab und zu eine Story schlagen tägliche Angebotsbilder ohne Gesicht. Planen Sie Inhalte einen Monat im Voraus und nutzen Sie ein Planungswerkzeug, damit Social Media nicht im Tagesgeschäft untergeht.

Warum bringen Beiträge allein so wenig Anfragen?

Weil Plattformen organische Beiträge von Unternehmen nur einem kleinen Teil der Follower zeigen und Follower oft schon Kunden sind. Neue Menschen erreichen Sie zuverlässig über Anzeigen. Ein guter Beitrag, der bei Ihren Followern gut ankommt, ist oft auch ein gutes Motiv für eine Anzeige. Wie Sie daraus eine Kampagne machen, steht im Ratgeber zu Facebook- und Instagram-Werbung.

Reels, Stories oder Feed?

Reels erreichen am ehesten Menschen außerhalb Ihrer Follower, Stories pflegen die Beziehung zu bestehenden Kunden, der Feed ist Ihr Schaufenster. Bauen Sie Inhalte gleich im Hochformat, Story- und Reels-Platzierungen nehmen bei Anzeigen einen großen Teil des Budgets auf. Ein verkleinertes Quadrat im Hochformat wirkt unprofessionell.

Was sagt die Praxis?

Eine Reisebüro-Inhaberin aus Kulmbach mit Schwerpunkt Luxusreisen nennt in der Fachpresse fehlendes Marketing als größten Fehler vieler Reisebüros. Viele glaubten, Social Media und Website liefen nebenbei. Ihr Büro investiert laufend in Suchmaschinen, Social Media und Website und gewinnt so Kunden weit über die eigene Stadt hinaus.

Wie messen Sie Social-Media-Erfolg?

Nicht an Followern. Messen Sie, wie viele Anfragen über Links aus Profil, Stories und Beiträgen kommen. Ein Link pro Spezialgebiet mit eigener Kennung macht das sichtbar. Und fragen Sie im Formular, wie Interessenten Sie gefunden haben.

Wie sieht ein guter Redaktionsplan aus?

Ein Monatsplan mit vier Themenfeldern reicht: Reisen Ihres Teams, Fragen von Kunden, Kundenreisen mit Einverständnis und Termine. Pro Woche ein Beitrag aus zwei verschiedenen Feldern, dazu Stories, wann immer etwas Echtes passiert. Halten Sie Ideen in einer einfachen Liste fest, wenn sie im Kundengespräch entstehen. Die beste Frage für einen Beitrag ist die, die Sie diese Woche dreimal am Telefon beantwortet haben.

Wer im Team sollte Social Media machen?

Jemand, der gern fotografiert, schreibt und regelmäßig unterwegs ist. Wichtig ist eine klare Zuständigkeit und ein fester Zeitblock pro Woche. Gesichter aus dem Team wirken stärker als das Logo. Wer nicht vor die Kamera möchte, kann Reisen und Orte zeigen und aus dem Off erzählen.

Wie gehen Sie mit Kommentaren und Nachrichten um?

Schnell und persönlich. Eine Frage zu einer Reise in den Kommentaren ist eine Anfrage. Antworten Sie innerhalb eines Werktags und bieten Sie bei konkretem Interesse einen Rückruf an. Kritik beantworten Sie sachlich und öffentlich, Details klären Sie per Nachricht oder Telefon.

Was dürfen Sie zeigen?

Eigene Fotos ohne Einschränkung, Kunden nur mit Einwilligung, Material von Veranstaltern nur mit Rechten. Musik in Reels ist für Unternehmenskonten oft eingeschränkt, nutzen Sie die freigegebene Bibliothek der Plattform. Wenn Sie für eine Reise werben, gelten die Regeln für Preisangaben auch in Social Media.

Wie verbinden Sie Social Media und Anzeigen?

Beiträge, die bei Ihren Followern gut ankommen, testen Sie als Anzeigenmotiv. Anzeigen bringen neue Menschen auf Ihr Profil, das Profil überzeugt sie mit echten Einblicken. In Anzeigen sollte trotzdem immer eine eigene Anfrage-Strecke das Ziel sein, nicht das Profil. So bleibt messbar, welche Anzeige Anfragen bringt.

Was tun, wenn niemand Zeit für Social Media hat?

Dann reduzieren Sie auf das Wesentliche: ein gepflegtes Profil mit Spezialgebieten, Kontakt und Link zur Anfrage, ein Beitrag pro Woche und Stories von Reisen Ihres Teams. Das reicht als Vertrauensbeweis. Die Kundengewinnung übernehmen Kampagnen, die eine Agentur betreuen kann, ohne dass Sie täglich posten müssen.

Welche Kennzahlen sind wichtig?

Anfragen über Links aus Profil und Stories, Nachrichten mit Reiseinteresse und die Zahl der Interessenten, die im Formular Instagram oder Facebook als Quelle nennen. Reichweite und Follower sind Zwischenwerte, die wenig über Buchungen aussagen.

Übernimmt Revaro auch Social Media?

Unser Schwerpunkt sind Kampagnen, die Anfragen bringen, nicht die tägliche Pflege von Profilen. Wir nutzen Ihre besten Inhalte als Anzeigenmotive und sorgen dafür, dass Ihr Profil Interessenten aus Anzeigen überzeugt. Mehr auf der Seite Meta-Kampagnen. Welche Reise sich zuerst lohnt, zeigt die kostenlose Potenzialanalyse.

Kostenlose Potenzialanalyse plus fertiger Kampagnenentwurf für eine Ihrer Reisen.

Potenzialanalyse anfordern

Häufige Fragen

Braucht ein Reisebüro TikTok?

Für die meisten Zielgruppen hochwertiger Reisen nicht als ersten Kanal. Instagram und Facebook erreichen die kaufkräftigen Altersgruppen meist besser. Wer junge Zielgruppen hat, kann TikTok testen.

Darf ich Bilder von Veranstaltern posten?

Nur mit Nutzungsrechten. Viele Veranstalter stellen Material für Reisebüros bereit, die Bedingungen stehen meist im Partnerbereich.

Wie viel Zeit kostet Social Media pro Woche?

Mit Planung etwa zwei bis drei Stunden für zwei Beiträge und einige Stories. Ohne Plan deutlich mehr.

Soll ich Beiträge bewerben, statt Kampagnen zu bauen?

Das Bewerben einzelner Beiträge bringt Reichweite, aber selten Anfragen. Für Anfragen sind Kampagnen mit eigener Anfrage-Strecke wirksamer.

Wie viele Follower braucht ein Reisebüro?

Keine bestimmte Zahl. Wichtiger ist, dass das Profil glaubwürdig wirkt, wenn Interessenten aus Anzeigen es besuchen.

Wie gehe ich mit negativen Kommentaren um?

Sachlich antworten, Verständnis zeigen, Details direkt klären. Löschen nur bei Beleidigungen oder Spam.

Was poste ich, wenn gerade niemand verreist?

Antworten auf Kundenfragen der Woche, Erinnerungen an frühere Reisen des Teams, Hinweise auf Buchungsstarts und kurze Einblicke, wie Sie eine Reise planen. Ein Vorrat an Fotos von eigenen Reisen hilft über ruhige Wochen.

Wie lange dauert es, bis Social Media wirkt?

Als Vertrauensbeweis wirkt ein gepflegtes Profil sofort, sobald Interessenten es besuchen. Organische Reichweite wächst langsam über Monate. Für planbare Anfragen sind Anzeigen der schnellere Weg.

Quellen

Weiterlesen

Bereit, loszulegen?

Schreiben Sie uns kurz, welche Reisen Sie verkaufen. Wir melden uns innerhalb eines Werktags, vereinbaren das Beratungsgespräch und bereiten Ihre Potenzialanalyse vor.

  1. Anfrage senden. Zwei Minuten, keine Unterlagen nötig.
  2. Beratungsgespräch. Wir sprechen über Ihre Reisen, Ihre Zielgruppe und Ihr Einzugsgebiet.
  3. Analyse und Entwurf. Sie bekommen Potenzialanalyse und Kampagnenentwurf kostenlos.

Zum Beispiel: welche Reisen, welches Preisniveau, welches Einzugsgebiet.